Der Kleine mit der großen Stimme

Der Zaunkönig ist einer
unserer kleinsten heimischen Vögel. Bereits jetzt erfreut er wieder mit seinem
kräftigen Gesang.
Schnell verschwindet das Federbällchen
in der Hecke; der Zaunkönig. Der schlechte Flieger, einer der kleinsten
heimischen Vögel, lebt in naturnahen Gehölzen, Wäldern, Gärten und Parks.
Schon jetzt ist der Gesang des
gerade mal 7,5 bis 11 Gramm leichten Zaunkönigmännchens unüberhörbar. Die Sänger
sind ältere Männchen, denn die jungen Zaunkönige ziehen häufig in den Süden.
Die Hiergebliebenen sitzen in Gruppen bis zu 20 in Baumhöhlen und
Schlafnestern, um sich gegenseitig zu wärmen.
Ihre Nahrung besteht jetzt aus Sämereien, später im Jahr aus Spinnen,
Motten und Fliegen. Mit seinem winzigen Schnabel kommt er auch in engste Ritzen.
Im Frühling bauen die Männchen ihr Nest aus Moos, Federn und Haaren im Gebüsch
oder zwischen Wurzeln. Manche Männchen bauen bis zu zwölf Nester zum Anwerben
des Weibchens. Dieses wählt den lautesten Sänger aus. Wenn es dann im April brütet,
ist das Männchen schon wieder auf Brautscheu. Es führt bis zu vier Ehen
gleichzeitig. Die Jungen werden vom Weibchen bis zu 500 mal am Tag gefüttert
und erreichen in acht Tagen ihr Endgewicht. Wer den Garten naturnah mit vielen
Nischen und Sträuchern gestaltet, bietet dem Zaunkönig eine ideale Heimat.
Quelle:Euronatur