Gartentipps für August
Haben Sie schon einmal versucht, Himbeeren oder Brombeeren
durch Absenker zu vermehren? Leiten Sie dazu einen Jungtrieb in einen Spalt im
Boden und bedecken Sie ihn mit Erde. Die Triebspitze muss aber herausschauen.
Die Absenker bewurzeln sich bis zum nächsten Frühjahr und können dann
abgenommen und verpflanzt werden.
Vergessen Sie nicht, von Zeit zu Zeit die Brombeerranken wieder aufzubinden. Dabei können Sie die Seitentriebe (Geiztriebe) auf 2 bis 3 Blätter einkürzen. Diese Schnittmaßnahme fördert die Blütenbildung für das kommende Jahr.
Sauerkirschbäume sollten nach der Ernte auf kräftige Jungtriebe zurückgeschnitten werden, damit sie nicht vergreisen und so genannte Peitschentriebe bilden.
Steinobst: Bei starkem Wachstum können nach
der Ernte Korrekturen vorgenommen werden. Schnittmaßnahmen im belaubten
Zustand senken das Infektionsrisiko für Holzkrankheiten deutlich. Äste und
Triebe, die für das nächste Jahr bzw. den weiteren Baumaufbau nicht benötigt
werden, sollten entfernt werden. Die bessere Belichtung führt bei den
verbleibenden Knospen zu einer Stärkung für das nächste Jahr. Bei Neigung zum
Bluten auf Zapfen schneiden.
Ab Anfang August können Sie bei den Obstbäumen alle steil
oder nach innen wachsenden diesjährigen Triebe abschneiden, die im Winter
ohnehin entfernt werden müssten. Doch Achtung! Im Sommer lautet die Grundregel
beim Schnitt: Entweder einen Trieb ganz entfernen oder gar nicht schneiden, aber
auf keinen Fall Zapfen stehen lassen.
Bringen Sie beim Spalierobst die Verlängerungen der Leitäste
in die gewünschte Stellung, bevor die Triebe verholzen. Im August sind die
Zweige noch weich und lassen sich entsprechend gut biegen.
Ziersträucher wie Flieder, Holunder, Liguster,
Fingerstrauch, Forsythie und Zierquitte lassen sich jetzt problemlos durch
Kopfstecklinge (Triebspitzen-Stecklinge) vermehren. Tipp: Schneiden Sie die
Stecklinge bevorzugt bei aufsteigendem Mond.
Jetzt ist eine gute Gelegenheit, Stauden wie Tränendes Herz
und Pfingstrosen zu teilen und zu verpflanzen. Schneiden Sie nicht alle abgeblühten
Stauden zurück, denn sie bieten Nahrung für Kleintiere und Vögel.
Laubabwerfende Hecken können jetzt ein zweites Mal
geschnitten werden, Liguster und Feldahorn vertragen sogar häufigere
Schnitteingriffe. Schneiden Sie dagegen immergrüne Hecken nur zurückhaltend
ins jüngere Holz.
Mehrjährige Balkon- und Kübelpflanzen werden allmählich
weniger gegossen und nicht mehr gedüngt. Damit Kamelien üppig blühen, darf
man sie wochenlang kaum gießen.
Achten Sie darauf, dass die Kürbispflanzen nicht mehr als
zwei Früchte tragen, sonst kann sich die Ausreife verzögern. Unterlegen Sie
die Früchte am besten mit Dachziegeln oder flachen Steinen, um sie vor
Bodenfeuchtigkeit zu schützen. Wussten Sie eigentlich, dass der Kürbis die größte
Beere der Welt ist?
Im August können Sie bereits frühjahrsblühende Stauden
pflanzen, wenn Sie die Pflanzen wiederholt gut angießen. Frühlings-Zwiebelblumen
wie Schneeglöckchen, Märzehnbecher und Kaiserkrone bevorzugen sogar eine
zeitige Pflanzung, damit sie vor dem Winter noch gut einwurzeln können.